Salzburg Internationaler Flughafen

erste Polycristalit Counter

Ab 1985 wurden die Anfragen nach Fiberglas Counter immer weniger. Am spektakurärsten merkten wir das, als die Architekten beim Flughafen München und Hamburg immer mehr Edelstahl, Glas und fourniertes Birnbaum Holz einplanten an Stelle von Fiberglas. Aber auch neue Werkstoffe wie Corian sahen wir hier und in Australien für den Innenbereich in Airport Terminals. Corian ist nichts anderes als Gießharz, mit welchem ich schon früher bei der Fertigung von technischen Teilen gearbeitet hatte. Also ein bekanntes Arbeitsverfahren. Es mussten nur die geeigneten Rohstoffe von den Rohstoffherstellern gefunden werden.

Leider hatten sich die Rohstoffhersteller für Harze und Füllstoffe von der Hannover Messe verabschiedet, hier konnte ich mich nicht mehr informieren und die Kunststoffmesse in Düseldorf fand nur alle 4 Jahre statt. Ich beschaffte mir Literatur über Mineralien und wollte so herausfinden, welche Mineralien entweder schöne Farben mitbringen wenn diese als Pulver gemahlen waren oder dass sie sich föllig neutral verhielten damit bei Einfärbungen Farbstandarts ein-gehaltenwerden können. Ich benutzte zunächst harte
Mineralien wie Korund, oder siliziumkarbide, dann Marmormehle und dachte, dass die hellsten Marmore

aus Carara die besten Ergebnisse bringen würden. aber alle Versuche scheiterten am weiss. Egal welches Mineral eingesetzt wurde, eingerührt in Polyesterharz waren alle Mineralmehle grau, mal hel-ler , mal dunkler grau und Farbpasten zugesetzt brachten verwaschene Farbtöne die man nicht standartisieren konnte. Aber Unterschiedlich farbige
Counter hätte man nicht verkaufen können und lackierte Counter hätten wiederum ausgesehen wie
Fiberglas Counter. Doch eines Tages wurde ich fündig und zwar bei den Füllstofflieferanten für die Kunststoff Industrie.

 

Dort brauchte man Füllstoffe, um Kunststoffe schwerer entflammbar zu machen oder sogar selstverlöschende Kunststoffteile herzustellen.
Aluminiumhydroxid war im gemahlenen Zustand farblos und wurde in genau den Körnungen hergestellt die ich brauchte. Geeignetes Harz zu finden war kein Problem. Früher war es ein Problem weile Polyesterharze zur Vergilbung neigten wenn sie mit Amin Härter polymerisiert wurden. aber 1985 gab es schon Polyesterharze die mittels blauer Tinte gebläut waren und bei Benutzung von Kobalt und MEKP Härter ohne Farbzusatz sogar leicht blaue Polymerisate ergaben. Also war Harz jetzt klar und auch der geeignete Füllstoff gefunden. Die Counter
für den Flughafen Salzburg waren aus weißem Corian ausgeschrieben. Corian wurde von Tischlereien verarbeitet, denn es lag nur in Platten vor

Nicht aber als gießfähige Masse. Also musste der Tischler, Platten in Teile zerschneiden und zu einem Counter zusammen kleben. Klebefugen waren zu dieser Zeit aber noch sichtbar und auch ei Qualitäts Problem. Um die Ausschreibung mit einer Alternative zu begegnen stellte ich eine Musterecke des Coun-ters her, nach den Zeichnungen des Salzburger Archi-tekten. Diese Ecke war natürlich fugenlos und das Muster so gut, daß es nicht beanstandet werden konnte. Auch mein Angebot war günstiger als die Angebote lokaler Tischlereien. Ich bekam den Auftrag und konnte so beweisen, dass Counter aus Polycristalit besser sind, als Counter aus Corian.

Als Lieferant für Airport Couter, hatte ich mir ja bereits eine gute Reputation erarbeitet, das zeigte sich jetzt auch für Airport Inneneinrichtungen aus Polycristalit. Counter aus Polycristalit waren jedoch viel schwerer an Gewicht und nicht mehr unzerbrechlich. Denn das Gemisch aus Polyesterharz und Füllstoff konnte keine Fasern mehr enthalten und musste jetzt auf Druck-festigkeiten und nicht mehr auf Zugfestigkeiten kon-struiert werden. Auch diese vermeintlich negative Eigenschaft von Polycristalit wurde von mir gemeistert. Es gelang mir deshalb bis zu meiner Pensionierung 1994 noch viele Airport Projekte mit Counter aus Polycristalit herzustellen, zu liefern und montieren

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Wolfgang Feierbach, FG Design

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